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Kapitel 4 - Nizza bis Andorra

Tag 18

Anreisetag

2017 und es ist wieder August. Nach der letztjährigen Tour waren wir erst richtig auf den Geschmack gekommen und hatten für dieses Jahr unsere bislang längste Tour überhaupt geplant. Um dafür so richtig in Form zu sein war uns nichts zu Schade und so fuhren wir an einem schönen Wochenende im Mai mal eben so von Wien nach Prag (lies mehr darüber im Teil Wien-Nordkapp).

Unsere eigentliche Tour, die Fortsetzung der Route Richtung südlichstem Punkt Europas, begann schließlich am 11. August 2017. Mein Anreiseflug nach Nizza war ganz schön billig, dafür aber auch ganz schön früh am Morgen und da der Kollege Lasse sich einen Nachmittagsflug gönnte, hatte ich einen ganzen Tag Zeit dort am Strand zu chillen und mich gedanklich auf 14 Tage Fahrradfahren über enorme Berge, einmal quer durch ganz Frankreich, vorzubereiten. Am Ende der Tour würden wir unzählige Höhenmeter in der Tasche haben. Apropros Tasche haben, was unsere Ausrüstung anging waren wir dieses Jahr besonders gut vorbereitet. Um unseren Rücken zu schonen waren wir dieses Jahr nämlich auf Rennradtaschen die unter dem Sattel montiert werden umgestiegen. Schon sehr früh in der Tour würden wir merken, was für einen enormen Unterschied das macht.

Eine weitere Änderung sollte es für diese Jahr geben, denn wir waren mal wieder zu Dritt unterwegs. Marc, ein Kollege von Lasse wollte sich die Chance nicht nehmen lassen, mit zwei Fast-Halb-Profi-Amateuren eine Runde zu drehen. Sein Rad war eher reif für den Sperrmüll aber das war für Pommes-Marc, wie er später genannt werden sollte überhaupt kein Problem.

Unser neuer Mitstreiter: Pommes-Marc

So wartete ich am Flughafen, zur vereinbarten Zeit beim Ausgang auf die beiden Helden. Eine Stunde später kommen sie rausgerollt auf ihren fertig zusammengebauten Rädern. „Wo bleibt ihr denn?!“ frag ich genervt. „Jo wir haben halt gleich drinnen die Räder zusammengebaut“, bekomm ich als Entschuldigung. Zur Feier des Tages gibt es gleich ein warmes Heineken und dann suchen wir unser Hotel, das wir aus taktischen Gründen direkt beim Flughafen gebucht hatten. Das Zimmer ist ca. so groß wie ein Schuhkarton aber für eine Nacht würde es reichen.

Wartezeit überbrücken in Nizza am Strand

Das Hotel bietet praktischerweise auch gleich ein Abendbuffet an, welches wir direkt aufsuchen, als ersten Vorgeschmack auf die französische Küche. Wir besprechen noch kurz die Route für den nächsten Tag, „es geht gleich mal lange bergauf“, sagt Lasse und erntet dafür strenge Blicke. „Geht halt nicht anders wenn man auf Meeresniveau startet“, sagt der Meeresbiologe Marc.

Am nächsten Morgen packen wir unsere winzigen Radtaschen, meine geht natürlich nicht zu schließen da ich viel zu viel Zeug dabei hab. Dann muss halt die Jacke oben draufgespannt werden, letztlich auch egal. Die Probleme hat Pommes-Marc nicht, denn er hat eine große Packtasche auf seinem Gepäckträger montiert.

Tag 19

Nizza – Les Salles Sur Verdon

Nach dem Frühstück geht es direkt bergauf, immer schön wenn einem die Croissants und der Orangensaft direkt fast wieder hoch kommen. Von Meeresniveau auf 1.200 Meter geht es hinauf, hauptsächlich durch Wälder. Aber die Stimmung ist gut und ich merke recht bald, dass sich die gute Vorbereitung in diesem Jahr bezahlt machen wird. Bei zwei Drittel der Strecke machen wir Mittagspause und Marc macht mit seinen französisch-Kenntnissen auf sich aufmerksam. Das würde uns auf der Tour noch das eine oder andere Mal behilflich sein, Lasse und ich sprechen natürlich kein Wort Französisch.

Der lange Anstieg macht sich dann später im Tag bezahlt, denn es geht hinein in die größte Schlucht Europas, Gourges du Verdon, mit beeindruckenden Canyons, kristallblauen Flüssen und gewaltigen Brücken die über die Canyons gebaut wurden. Nach knapp 10 Stunden erreichen wir unser Tagesziel Les Salles-sur-Verdon. Einem kleinen Touristenort, direkt am Stausee gelegen, der das Tor zu den Canyons bildet.

Eine der vielen Brücken im größten Canyon Europa's

In alter Manier wird dort am Abend wieder ordentlich eingeschnitten, das Essen in Frankreich zeigt sich bis dato von seiner Besten Seite und Marc muss mehrmals Pommes nachbestellen. Zu Hause darf er das nicht, vertraut er uns an. Wir schwören seiner Frau nichts zu verraten.

Les Salles Sur Verdon

Tag 20

Les Salles Sur Verdon – Saint Trinit

Für den nächsten Tag ist eine etwas moderater Tour geplant, knapp 115 km mit 1500 hm. Durch sehr trockenes Ödland geht es lange Zeit dahin, die Hitze ist mal wieder preisverdächtig. Wer hätte gedacht, dass es im August in Südfrankreich warm wird? Wir scheinbar nicht. Mittagessen gibt es an einem Truckstopp.

Tankstelle mit Gourmetküche

Überraschenderweise ist selbst dort das Essen Michelin-Stern verdächtig. Darum stopfen wir uns der Hitze zu trotz ein paar Burger mit Fritten rein und natürlich ordentlich Mayonnaise obendrauf. Das fetzt ordentlich rein, zurück aufs Rad bei 40 Grad ist dann aber nicht so lustig, vor allem nicht nach so einer Mästung. Der Vorteil beim Tourenradfahren ist allerdings, dass man schon nach einer Stunde theoretisch wieder was essen kann, also alles halb so wild.

Das Trio on the road

Gegen Abend erreichen wir unser Quartier für die Nacht. Es ist viel los im Ort denn auch andere Radfahrer haben sich dort eingemietet. Der berühmte Mont Ventoux liegt nämlich nur einige wenige Kilometer entfernt und den werden scheinbar am morgigen Sonntag einige Radler in Angriff nehmen, wir natürlich auch.

In weiser Voraussicht lassen wir es an diesem Abend einmal ruhig angehen, neben der obligatorischen Pommes-Huldigung, gibt es ausnahmsweise einmal nur moderat Alkohol.

Tag 21

Saint Trinit - Avignon

Der Tag vor dem Pausetag ist meistens ein guter Tag, hat man dann auch noch einen der schönsten Bergpässe Europas am Programm kann man sich umso mehr freuen. Das alles ist mir aber um kurz vor 07:00, als der Wecker läutet relativ egal. Der Kaffee richtet mich dann aber doch noch einigermaßen her und wir packen unsere am Vortag gekauften Snacks noch griffbereit in die Radtaschen. Da muss man stets gewappnet sein, denn der Hungerast kommt oft schneller als man denkt bei einem langen Aufstieg.

Gegen 08:00 fahren wir los, die ersten Kilometer noch leicht bergab, eine Offenbarung. Doch bald stehen wir auch schon vor dem Schild, welches den Beginn der Passstraße kennzeichnet. Ich fühle mich fit und fahre gleich vorne weg, versuche mein eigenes Tempo gleichmäßig durchzuziehen. Etwas über 1.200 Höhenmeter stehen am Programm. Zunächst wie gewohnt durch Waldgebiet. Dieses lichtet sich aber schon recht früh und der Ausblick ist traumhaft. Da der Berg in seiner Umgebung relativ alleine dasteht, können wir das Irish-Pub in Avignon, wo wir uns am Abend besaufen werden schon fast mit freiem Auge sehen.

 

Wie erwartet sind unzählige weitere Radfahrer unterwegs. Etwas derartiges hab ich bisher noch auf keinem Berg erlebt, von der alten Dame, die meine Oma sein könnte auf einem klapprigen Damenrad bis zu den Halbprofis auf ihren 10.000 € Rädern ist alles dabei. Es wird also nie langweilig, mal überholt man jemanden, dann wird man selbst überholt (zweiteres leider häufiger) und irgendwann kommt der Gipfel (ja man fährt bis rauf zum Gipfel) in Sichtweite.

Oben ist Volksfeststimmung, hunderte Radfahrer, einige Motorradfahrer und dutzende Verkaufsstände warten bereits auf uns. Bald nach meiner Ankunft kommen auch schon die beiden Deutschen daher und wir machen das obligatorische Gipfelfoto.

Erste Bergankunft: Sommet du Ventoux 1909 Meter

Auf der anderen Seite wartet eine top-Abfahrt auf uns, bei besten Straßenverhältnissen rauschen wir den Berg hinunter und haben danach nur noch knapp drei Stunden Flachland bis Avignon vor uns.

In der Stadt angekommen, checken wir gleich im IBIS Budget Hotel ein. Nach einer bitter notwendigen Dusche muss logischerweise etwas zu Essen her. Zum Glück gibt es unweit von unserem Hotel einen Foodtruck, der mit Pizza aufwarten kann. Danach geht es direttissima ins Zentrum, wo wir bald das Irish-Pub aufsuchen, das wir vom Berg aus schon gesehen hatten. Wie es sich in einem Irish-Pub gehört bestellen wir einen Liter Weißwein, ich vermute die Bierpreise waren in etwa so gesalzen, wie unsere Radlerhosen nach drei Tagen Schweißbad.

Der Abend gestaltet sich dann noch ziemlich flüssig, nachdem ich den beiden den alten österreichischen Brauch des „Schießen“ beibringe und wir von da an den Wein nur noch auf ex nehmen. Ab da werden die Erinnerungen etwas verschwommen, aber das wir am Heimweg noch auf die Stadtmauern von Avignon klettern wollten weiß ich noch.

Nicht nur stark an der Bar, sondern auch an der "Kletterwand"

Tag 22

Pausetag Avignon

Am nächsten Tag wachen wir spät auf, leicht verkatert aber zum glück unverletzt von unseren Kletterversuchen am Vorabend. Lasse will einen Friseur aufsuchen um ab sofort aerodynamischer unterwegs zu sein. Marc und ich suchen derweilen ein geeignetes Lokal für das Frühstück. Ein typisch französisches Frühstück bekommen wir schließlich; dreimal Döner-Kebap mit alles und scharf und Pommes.

Danach wird hart gechillt in einem Park und die beiden wollen mich dazu nötigen mir als einziger Single in der Runde ein Tinder-Profil anzulegen. Darauf hab ich gerade aber so gar keine Lust, statt Tinder gibt es dann Radler aus der Dose was irgendwie genauso räudig ist.

Am Abend entsteht der Plan in eine Bowling-Halle zu fahren. Die liegt etwas außerhalb darum nehmen wir ein Taxi. Was wir zu dem Zeitpunkt nicht bedenken, ist das etwas außerhalb in Frankreich meistens Vororte sind, wo man das mit dem „Schießen“ etwas zu wörtlich nimmt. Das merken wir spätestens als der Besitzer der Bowlingbahn uns erst nach mehrmaligem Anläuten reinlässt, ähnlich wie in so manchem Stripclub oder Juweliergeschäft.

Pausetag beim Bowling ausklingen lassen

Drinnen ist es aber genau nach unseren Vorstellungen, das Bier wird in 3 Liter Türmen serviert und beim Bowling haben die beiden natürlich sowieso keine Chance.

Tag 23

Avignon – Balaruc-les-bains

Für den nächsten Tag haben wir eine Flachetappe eingeplant, bei der wir zumindest ordentlich Kilometer Richtung Pyrenäen gutmachen wollen. Außerdem liegt das Hotel direkt am Meer und das haben wir schließlich seit der Abfahrt am ersten Tag nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Also lassen wir den Papstpalast hinter uns und radeln hinaus in Richtung Küste. Auf halber Strecke liegt Montpellier, mit knapp 300.000 Einwohnern, eine der größeren Städte an der französischen Mittelmeerküste. Genau dort haben wir auch unsere Mittagspause geplant. Mitten im modernen Teil der Stadt stoppen wir bei einem kleinen Restaurant bei dem es Burritos gibt. Letztlich beschränkt sich meine Erinnerung an Montpellier auch auf diesen Burrito, möglicherweise einer der Besten außerhalb Mexiko’s. Marc lässt noch eine LKW-Ladung Pommes herankarren und das große Fressen beginnt.

Nach der Pause sind es dann auch nur mehr 25 Kilometer nach Balaruc-les-bains, des Badeortes unseres Verlangens. Also rollen wir schon eine Stunde später, am frühen Nachmittag dort ein. Das Hotel entpuppt sich dann schnell in ein Motel nach amerikanischem (Horror-)Film Vorbild. Der Raum ist so winzig, das wir uns darin kaum umdrehen können, die Klimaanlage funktioniert nicht und es ist heiß wie in einem Affenhaus, genauso riecht es auch nachdem wir unsere Radsachen ausgezogen haben.

Auf an den Strand, sagt Lasse! Der ist zum Glück quasi ums Eck. Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr, denke ich mir als wir dort ankommen. Leider seh ich weder einen See noch ein Meer. Es ist scheinbar gerade Ebbe und das Meer hat das einzige getan, was man in Balaruc-les-bagnes machen sollte, nämlich sich vertschüsst. Genau das können wir leider nicht machen und so wird sich am „Strand“ erstmal beraten, welche Möglichkeiten wir haben für diesen angerissenen Nachmittag. Marc findet online ein Casino, das ist aber ordentlich weit weg und Taxi gibt es keines in greifbarer Nähe. Letztlich beschließen wir uns für die nächsten Tage zu schonen, denn bald sollte es wieder in die Berge gehen und bis zu unserem Halbzeitsziel Andorra waren es auch noch über 300 Kilometer, die es in 2 Tagen zu bewältigen galt.

Tag 24

Balaruc-les-baignes – Quillan

Nach einer vom Schweiß durchnässten Nacht im versifften Motelzimmer stehen wir früh auf und laben uns am Frühstücksangebot. 172 Kilometer sind für diesen Tag geplant, ein gutes Stück näher heran an Andorra, dem Ziel unserer Träume. Die erste Hälfte des Tages lässt sich entspannt, flach dahin radeln, hauptsächlich durch Farmland. Irgendwann stoppen wir bei einem der vielen Wassermelonen-Verkäufern, wo wir von der Tochter des Besitzers verwöhnt werden (nein nicht so wie du jetzt wieder denkst).

Die besten Melonen Europas

Nach der Mittagspause in einem kleinen Restaurant am Fuße der Berge gilt es genau über diese drüber zu kurbeln. Rund 1600 Höhenmeter sind es insgesamt an diesem Tag, ein kleiner Vorgeschmack für die Pyrenäen, die schon verheißungsvoll auf uns herunterstarren und glauben sie können uns Angst einjagen.

Gegen Abend erreichen wir unser Hotel in Quillan, einem malerischen Dorf, direkt an einem kalten Gebirgsfluss. Beim Abendessen (weiß nicht mehr genau , irgendwas mit Pommes auf jedenfall) sehen wir uns die Karte für den nächsten Tag an. Direkt in der Früh soll es reingehen in den ersten Berg, hinauf auf knapp 1400 Meter. Dann nach einer kurzen Abfahrt würde bereits der nächst, deutlich längere Anstieg warten, in Summe über 3000 Höhenmeter an einem Tag, na dann: Gute Nacht!

Tag 25

Quillan – Andorra

Wer den Zwergstaat Andorra auf Rennrädern (oder Autos) besuchen will, der hat eigentlich nur zwei Routen zur Auswahl, eine von der französischen Seite und die andere von der spanischen Seite. Lasse wollte das nicht wahrhaben und unser Tour aus Andorra heraus wäre fast zum Fiasko geworden, aber dazu später mehr.

Frühstück holen wir uns vom Bäcker gegenüber und schneiden ordentlich ein, wer 3000 Höhenmeter radeln will der braucht Brennstoff. Direkt danach fahren wir in den ersten Berg hinein. Zum Glück ist dieser moderat steil und es ist noch nicht heiß, alles ok soweit. Gegen Mittag erreichen wir den Touristenort an dem der zweite Anstieg nach Andorra beginnen sollte. Jetzt nimmt auch die Hitze Fahrt auf, bei weit über 30 Grad legen wir uns nach dem Essen unter einen Baum in den Schatten. Mehr als eine Stunde pausieren ist leider nicht drinnen im Zeitplan und irgendwann müssen wir weiter. Jetzt ist es noch heißer und auf uns wartet eine 35!! Kilometer lange Rampe, hinauf auf über 2400 Meter. Der Verstand kann solche Zahlen in dem Moment gar nicht verarbeiten, das der Anstieg 5 Stunden dauern würde ist mir zum Glück in diesem Moment nicht klar.

Während ich mich quälend langsam hinaufquäle halte ich mich an zwei Gedanken fest. 1. Wenn wir oben sind gibt es eine lange, lange Abfahrt bis zu unserem Hotel. 2. Morgen ist Pausetag! Also rein mit dem Hörbuch um sich abzulenken und schön gleichmäßig fahren. Der Verkehr ist enorm (wie gesagt, einzige Straße nach Andorra von Frankreich aus) und der Spaßfaktor lässt enorm zu wünschen übrig. Die beiden Deutschen sind mir davon gefahren und ich versuche erst gar nicht sie einzuholen, am Berg bist du alleine.

Der Berg gibt und der Berg nimmt, an diesem Tag nimmt er mich allerdings komplett auseinander, wie ein Bär den man zu Früh aus dem Winterschlaf geweckt hat. Aber jede Qual nimmt auch irgendwann ihr Ende und so kann ich eine Ansammlung von Häusern und die Fahne von Andorra in der Ferne erkennen. Unglaublich erleichtert rolle ich dort ein und sehe das die Häuser sich alle als Duty-Free Shops erkennbar zeigen, klar Andorra ist ja nicht bei der EU.

Bei einem Cola erklärt uns Lasse, dass es das leider doch noch nicht war für heute, denn der Tunnel ist für Fahrräder gesperrt und wir müssen noch ein schönes Stück bergauf, rüber über den höchsten Punkt.

Fluchend fahren wir weiter und kurbeln den letzten, kurzen aber steilen Anstieg hinauf. Nach 45 Minuten stehen wir dann aber doch ganz oben. Sozusagen am Höhepunkt der Karriere, wäre durch Frankreich radeln eine echte Karriere.

3 Helden am Höhepunkt der Karriere

Für 2 Nächte haben wir ein schönes Hotel mit Roof top-pool mitten in der Stadt gebucht. Dort sind wir mit Hilfe der Schwerkraft trotz der verbleibenden 30 Kilometer in Null Komma Nichts angekommen. Andorra erinnert mich and so manchen Skiort, wo das Geld zu Hause ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass es ein Skiort ist und dort das Geld zuhause ist.

Was auf jeden Fall negativ in Erinnerung bleibt, ist das schlechte Essen in Andorra, das müssen wir gleich am ersten Abend am Hotelbuffet feststellen und zieht sich bis zu unserer Abreise durch. Das San Miguel in eingefrorenen Gläsern bleibt dann schon etwas angenehmer in Erinnerung, wobei nach dem 8. die Erinnerungen auch schon etwas verblassen.

Tag 26

Pausetag Andorra

Während Marc sein Rad einpackt, haben Lasse und ich schon ein paar Bier Vorsprung auf der Dachterrasse. Wie fahren wir morgen eigentlich weiter, frage ich den bereits angeheiterten Lasse. Ich hab da eine super Route gefunden, meint er. Da müssen wir nicht die selbe Strecke retour! Nach einem kurzen Blick auf die Karte bezweifle ich stark seinen Verstand. Da steht „mehrere Stunden muss das Rad über hochalpines Gelände getragen werden“ lese ich vor. Das wird schon irgendwie gehen, testiert der Bremer Stadtmusikant. Nach einer Diskussion, die sich über mehrere Stunden hinzieht einigen wir uns darauf, dass unsere einzige Option ein Taxi zurück bis auf die Passhöhe vom Vortag ist, also zumindest die einzige Option bei dir wir eine Überlebenschance höher als 50 % haben sollten.

Am späteren Nachmittag fahren die Biere und die Bergsonne so richtig ein und wir machen uns bereits relativ gut bedient auf die Suche nach etwas zu Essen.

Pommes-Marc auf der Dachterasse

Irgendwann landen wir in einer kleinen Absteige und bestellen beim stark genervten Kellner Focaccia und Pizza. Wahrscheinlich zu verwöhnt vom Essen in Frankreich sind wir schwer enttäuscht von dem was man uns vorsetzt. Mit vom Alkohol gestähltem Selbstvertrauen sagen wir dem Kellner, dass wir dafür nicht bezahlen werden. Blöd nur, dass wir da bereits alles aufgegessen haben. Die Situation droht zu eskalieren, als der Koch mit dem Fleischmesser in der Hand aus der Küche kommt und ernsthaft droht Kebap aus uns zu machen. Danach besteht er aber komischerweise darauf die Polizei zu rufen und uns nicht gehen zu lassen, obwohl wir ihm das Geld bereits hingelegt hatten. Irgendwann kommen dann die genervten Guardia Civil. Zum Glück packt Lasse sein bestes Schulspanisch aus und entschärft die Situation und wir dürfen gehen. Nach Party ist jetzt eh niemandem mehr zumute und darum beenden wir sinnvoller Weise einmal früher den Abend.

Focacceria des Grauens

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